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Die Schifffahrt ist vollständig abhängig von Öl. In den letzten 20 Jahren stieg der Rohölpreis jährlich um durchschnittlich 10% an. Diese Entwicklung setzt die maritime Branche unter erheblichen finanziellen Druck denn bereits heute betragen die Treibstoffkosten mehr als die Hälfte der Betriebskosten eines Schiffes.
Unabhängig von der gegenwärtigen Wirtschafskrise ist ein Ende dieses Trends nicht abzusehen: So prognostiziert die IEA (International Energy Agency) ein durchschnittliches Ölpreisniveau von 100 US-$ pro Barrel für den Zeitraum 2009 bis 2015 und rechnet bis zum Jahr 2030 sogar mit einer Verdopplung auf ca. 200 US-$. Ursache für diesen Anstieg ist vor allem der stetige Rückgang der Ölfördermenge (6,7% p.a.), dem ein um 1% pro Jahr steigender Bedarf gegenübersteht. Sofern nicht massive Investitionen getätigt werden, führt dies zu einer wachsenden Angebotslücke und somit weiter steigenden Preisen.
Durch die Nutzung der SkySails-Technologie können große Mengen Treibstoff eingespart werden. Damit sinken die Schiffsbetriebskosten signifikant.Günstige Anschaffungs- und Betriebskosten für das SkySails-System führen zu kurzen Amortisationszeiten zwischen 3 und 5 Jahren. Bisher konnte kein Segelsystem den Anforderungen der modernen Schifffahrt genügen.
SkySails bietet das einzige Windantriebssystem an, das diesen Anforderungen gerecht wird.
Die technischen Möglichkeiten, die sich durch die räumliche Trennung von Schiff und „Segel“ bzw. Zugdrachen ergeben, verleihen SkySails ein völlig neuartiges Leistungsspektrum.
Der Zugdrachen des SkySails-Antriebs wird „dynamisch“ geflogen. Dies bedeutet, dass der Autopilot den Zugdrachen beispielsweise in Form von Achten vor dem Schiff fliegen kann.
Im Vergleich zu normalen Segeln erzeugen SkySails pro Quadratmeter Fläche das fünf- bis 25-fache an Vortriebskraft.
Die bestehende Mannschaft ist für die Bedienung des SkySails-Systems ausreichend - so entstehen keine zusätzlichen Personalkosten.
Zusammengelegt ist der aus Textilien bestehende Zugdrachen leicht zu verstauen und beansprucht an Bord nur wenig Platz. Ein 160m² großes SkySail besitzt im zusammengefalteten Zustand beispielsweise nur die Größe einer Telefonzelle.
Im Vergleich zu anderen Segelantrieben behindern beim SkySails-System keine störenden Aufbauten das Laden und Löschen im Hafen oder Brückendurchfahrten, da der Zugdrachen bei Erreichen der 3-Meilen-Zone eingeholt wird.
Verglichen mit konventionellen Windantrieben ist die durch das SkySails-System verursachte Schräglage minimal und für die Schiffssicherheit sowie den Schiffsbetrieb unerheblich.
Der SkySails-Antrieb wird parallel und zur Entlastung der Hauptmaschine eingesetzt, wenn es die Windbedingungen erlauben. Der Hauptantrieb steht bei Bedarf unverändert zur Verfügung.Das SkySails-System kann als zusätzlicher Windantrieb auf nahezu allen bestehenden Schiffen und auf Schiffsneubauten installiert werden.
Durch seine universelle Bauweise eröffnet sich für das SkySails-System ein attraktiver Markt: Etwa 60.000 der weltweit ca. 100.000 im Lloyd’s Register verzeichneten Schiffe und etwa 1.100 der jährlich ca. 1.900 Neubauten der Welthandelsflotte sind für die Ausrüstung mit einem SkySails-Antrieb prädestiniert.
Bis zum Jahr 2020 plant SkySails 3.300 Frachtschiffe und Fischtrawler sowie zahlreiche Superyachten mit dem SkySails-Antrieb auszurüsten.
Aufgrund seiner breiten Anwendbarkeit in der Schifffahrt kann das SkySails-System einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Durch den weltweiten und konsequenten Einsatz der SkySails-Technologie wäre es möglich, jährlich über 150 Millionen Tonnen CO2 einzusparen, dies entspricht ca. 15% des CO2-Ausstoßes der Bundesrepublik Deutschland.Erstmalig in der Geschichte der Schifffahrt sind Reedereien aus Gründen des Klimaschutzes dazu verpflichtet, die Emissionen ihrer Schiffe signifikant zu verringern. Zusätzlich zum steigenden Ölpreis führen diese gesetzlichen Vorschriften bereits heute zu deutlich erhöhten Betriebskosten.
Im April 2008 beschloss die International Maritime Organization (IMO), eine weltweite Senkung der Schwefelemissionen der Schifffahrt. Ab 2020 müssen Reedereien ihre Schiffe entweder mit Destillaten mit einem auf 0,5% beschränkten Schwefelgehalt statt mit Schweröl betreiben oder Scrubbing-Technologien einsetzen, um die Schiffsabgase zu reinigen.
In den sog. SECAs (Sulphur Emission Control Areas), wie z.B. Nord- und Ostsee, gilt für Schiffstreibstoffe bereits heute ein Grenzwert von max. 1,5%. Ab 2012 soll dieser Grenzwert weiter auf 1% gesenkt werden. Dies ist gleichbedeutend mit einer MDO/MGO-Pflicht, da sich der Schwefelanteil in Schweröl nicht bis auf diesen Wert senken lässt. Für Reedereien bedeutet dies in Zukunft deutlich höhere Treibstoffkosten, da Raffinate wie MGO und MDO erheblich teurer als Schweröl sind.
Darüber hinaus arbeitet die IMO an einer Vorschrift zur Reduzierung der CO2-Emissionen der Schifffahrt in Form eines CO2-Indexing-Schemas. Experten gehen davon aus, dass entsprechende Regelungen zeitnah umgesetzt werden und Reedereien zukünftig auch mit emissionsabhängigen Abgaben belastet werden.
Es ist ein einfacher Sachverhalt: Wenn kein Treibstoff verbrannt wird, entstehen auch keine Abgase. Durch die Nachrüstung von Abgasreinigungsanlagen kann der Ausstoß von SOx und NOx zwar verringert werden, unglücklicherweise unterliegen die heute verfügbaren Technologien zur Reduktion dieser Emissionen jedoch einer paradoxen Logik: Sie erhöhen den Treibstoffverbrauch und damit den CO2-Ausstoß. Neben hohen Investitionen* steigen auch die Betriebskosten um bis zu 5%.
Der offensichtlich intelligentere Ansatz zur Reduktion von Emissionen ist die Verringerung des Treibstoffverbrauchs. Genau diese Leistung stellt das SkySails-System zur Verfügung. So profitieren Reedereien doppelt – sie reduzieren Emissionen und senken zeitgleich ihre Betriebskosten.
*Die emissionsmindernde Installation von Abgasreinigungsanlagen ist für die Reedereien mit erheblichen Kosten verbunden: Der Treibstoffverbrauch steigt hier wegen erhöhtem Widerstand in der Abgasleitung um ca. 3%. Neben den Kosten für Wartung und Betriebsstoffe kostet die Anschaffung eines Katalysators ca. 40.000 Euro pro 1.000 kW Antriebsleistung eines Schiffes. Die hochgiftigen Rückstände aus den Reinigungsanlagen müssen in den Häfen teuer entsorgt werden.
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